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  • Cathrin Michael

Das zweite Leben der Bananen

Stell dir vor, du bist eine Banane. Zuerst wirst du durch die halbe Welt geschifft, liegst zuerst halbreif wochenlang in Kisten und dann auf irgendeinem Lagenregal. Vielleicht ein paar Tage zu lange, denn du bekommst ein paar dunkle Flecken und landest schliesslich im Abfall. So geht's etwa einem Drittel der in der Schweiz importierten Bananen. Die Früchte können nicht mehr verkauft werden, weil sie nicht dem Ideal entsprechen oder schlicht und einfach übrig bleiben. 30'000 Tonnen werden in der Schweiz jährlich entsorgt!


Bild: Naomi Meran / KollektiF


Das kann nicht sein – finden wohl viele. Der Verein Mehr als zwei reagiert auch und hat ganz konkrete Lösungsansätze geschaffen. Die Köpfe dahinter haben es sich zum Ziel gemacht, diese Bananen wieder in den Kreislauf zu bringen. Sie tüfteln mit verschiedenen Firmen an Gourmet-Produkten. Hinter verschlossenen Bäckerstüren tüftelt man an einem Bananenbrot im Glas, an einer Bananen-Grill-Sauce und einem Püree für die Gastronomie.


Das erste Produkt aus geretteten Bananen ist bereits auf dem Markt: Getrocknete Bananenstängeli. Wahlreise pur, mit Milchschokolade oder dunkler Couvertüre überzogen. Wie Bananensplit to Go schmeckt das und macht höchstgradig süchtig, sag ich dir.


Meine Freundinnen und ich vom KollektiF waren zu Besuch in der Öpfelfarm im thurgauischen Steinbrunn, wo Roland Kauderer und sein Team die Bananenstängli trocknen.


Zur Reportage geht's hier lang.


Viel Spass!


https://www.oepfelfarm.ch/gerettetes

https://mehralszwei.ch/

https://mehralszwei.ch/banane/





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