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  • Cathrin Michael

Pleite? So lädst du deine Batterien gratis auf


Das ist nicht Merkur, aber der Mond. Der soll mindestens so viel Einfluss auf uns haben.

Der Merkur läuft zurück und die ganze Welt dreht durch. Der Hashtag ,Mercury retrograde' taucht auf Instagram grad häufiger auf als ,pumpkin latte' und das will was heissen an diesen nasskalten ersten Wintertagen. Ich kenne mich nicht gut aus mit Horoskopen, lese aber trotzdem immer ein bitzli interessiert mit. Item. Die letzten Wochen waren streng und eine rasche Besserung ist nicht in Sicht. Wobei, was heisst Besserung? Chaos kostet Kraft und bringt vieles an die Oberfläche, schafft dafür aber so richtig viel (nötigen) Platz, für Menschen und Orte und Dinge, die uns gut tun.


Jetzt geht's ja aber drum, dass wir halbwegs lebendig durch diese Sturmzeiten kommen und darum gibt's ein paar Tipps von mir, wie wir unsere Batterien aufladen können, ohne dafür Geld auszugeben. Es finden ja grad massenhaft schöne Bewussteins-/Yoga-/Mindfulness-/Tarot-/Whatever-Retreats zwischen den Balearen und dem Polarkreis, Peru und Bali statt, die alle ihre Berechtigung haben (wenn ich Geld habe, gebe ich es sehr gerne genau für solche Auszeiten aus). Aber im Moment ist bei mir viel Chaos und wenig Geld vorhanden, darum: Wer pleite ist, muss erfinderisch werden. Oder sich aber rückbesinnen auf das Gute, das ja eh meistens gratis ist.


Hier meine 7 Tipps, wie wir wieder Ruhe finden in diesen stürmischen Zeiten ohne einen Franken dafür auszugeben.


1. Halbe Stunde im Wald spazieren


Vorher im Café habe ich einen zerzaust aussehenden älteren Mann getroffen, der mithilfe seiner handgeschriebenen Notizen über das Leben philosophiert hat. Ich habe mich fürs Zuhören entschieden und was Zentrales mitgenommen. Am Schluss seines Referates sagte er: ,So, jetzt muss ich wieder meine Energien aufladen. Dafür gehe ich ans Wasser, in den Wald oder höre dem Wind zu. Denn wenn ich nicht in die Natur gehe, wird dieses Vakuum vom Bullshit aufgefüllt, den die Menschen hier mit sich tragen." Amen. Macht Sinn oder? Füllt euren Speicher mit Natur-Energie und es wird euch besser gehen. Das kann ich glaub versprechen. Fürs Erste reichen 30 Minuten am Fluss oder im Wald spazieren.


2. Handysucht überlisten


Das passt gut zum vorherigen Punkt. Wer in seinen Pausen oder dann, wenn er gar nicht Pause machen sollte, ständig auf sein Handy starrt, füllt seinen Kopf mit zu viel Unnötigem. Gestern wieder mal getestet und das Einzige, was mir wirklich hilft beim weniger aufs Handy-Starren ist ein schwarz-weisser Bildschirm. Wir können noch so bewusst mit diesem Gerät umgehen wollen, die psychologischen Reize sind stärker. Und da gibt's einen einfachen Trick. Ich kenne es nur fürs iPhone: Einstellungen --> Allgemein --> Bedienungshilfen --> Display-Anpassungen --> Farbfilter --> deaktivieren. Scrollst du noch oder entspannst du schon?





3. Lieblingslied an und tanzen


Macht sehr sofort gute Laune. Fetziges Lied aufdrehen (ja, es darf auch eine Disney-Titelmelodie sein) und durch die Wohnung tanzen. Vergiss sexy: Je bescheuerter, desto besser.


4. Liebstes Kindheitsgericht kochen


Erinnere dich, was du dir früher vom Mami oder Papi gewünscht hast, als es dir nicht gut ging. Das kochst du jetzt für dich und richtest es mit viel Liebe zu. (Man kann auch mit viel Liebe auf dem Sofa essen und Serien schauen, ich sag nur: Mercury retrograde. Da ist anscheinend alles erlaubt, was uns gut tut.) Auf meiner Hitliste stehen: Spinatomeletten mit Rahmsauce. Zwieback mit Honig und Butter. Härdöpfelstock mit Bratensauce.


5. Schreibe eine Postkarte


Der Trick ist so alt und so gut: Nimm irgendeine Karte, die du grad findest. Schreibe ein paar nette Zeilen an eine liebe Person und schmeiss die Postkarte subito in den Briefkasten. Wer anderen eine Freude macht, wird selber beschenkt mit Glückshormonen. It's as simple as that.


6. To-do-Liste mal anders


Schreibe dir eine Liste mit Dingen, die dir gut tun. Die nimmst du immer dann hervor, wenn's dir grad weniger blendend geht, weil uns dann wie verhext sowieso nichts einfallen will, was unsere Laune wieder heben könnte. Auf meiner Liste stehen:

  • Ins Kino gehen (am Montag kostet's nur 14 Franken. Ja, das ist mehr wie 0 Franken aber die kratzen wir grad noch irgendwie zusammen, oder?)

  • Eine Familie mit Baby besuchen. Wer schon mal an einem Baby geschnuppert hat, weiss wieso.

  • Lieblingsvideo von meinem Lieblingsyogi schauen, der mich mit seinem "what's so spiritual about you, all this damn yoga hihihihi" jedes Mal zum Lachen bringt. Bitte sofort hierlang.


7. Früh ins Bett gehen


Sagt die Nachteule, die meistens um 1:30 noch hellwach im Bett liegt. Dafür weiss ich genau, dass ein regelmässiger Rhythmus mir gut tun würde. Darum, himmelherrgottine: Stell dir den Wecker um ins Bett zu gehen. Bei mir läutet er nun um 22 Uhr. Dann heisst's Handy aus, schön duschen, Körpermassage, ein Buch lesen und dann gemütlich, beruhigt, entspannt einschlummern.



Fazit:


Let's not feed the crazyness. Die Ruhe liegt in uns selbst. Und wir haben es in der Hand, wieder zu ihr zurückzufinden.



P.S. Was auch gratis ist und gut tut (euch, mir, anderen): Diesen Blog-Beitrag liken und weiter empfehlen. Merci <3



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